Fünf Tage Streik bei Bautzner Senf wegen ungleicher Löhne

Beim Unternehmen Bautzner Senf hat am Montag ein fünftägiger Streik begonnen. Mit einer Kundgebung auf dem Kornmarkt in Bautzen hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Vormittag den Streik eröffnet. Am Nachmittag wollen die Mitarbeiter den Ausstand vor dem Werkstor fortsetzen. Laut Gewerkschaft NGG beteiligt sich fast die gesamte Belegschaft. „Da nur wenige Mitarbeiter der Frühschicht am Streik teilnehmen, läuft unsere Produktion weiter“, sagt das Unternehmen Develey, zu dem die Bautzner Senf und Feinkost GmbH gehört, auf Anfrage von MDR SACHSEN.

Gewerkschaft fordert Ost-West-Lohnangleichung

Die Mitarbeiter fordern vom Unternehmen, über den Abbau der Lohnunterschiede zu anderen Standorten zu verhandeln. Dazu sei das Unternehmen aber bisher nicht bereit gewesen, so die Gewerkschaft. Das letzte Angebot des Arbeitgebers sehe im Wesentlichen vor, die bestehenden Lohnunterschiede bis 2025 fortzuschreiben. Die Gewerkschaft habe dagegen vorgeschlagen, die Löhne und Gehälter bis September 2022 um 310 Euro monatlich anzuheben. Laut Develey blieben die letzten Angebote unbeantwortet. Die Angleichung der Löhne sei darin vorgesehen und unterscheide sich nur um Monate von dem von der Gewerkschaft geforderten Zeitrahmen.

Die Lohnabstände zu anderen Betrieben der Develey-Gruppe im Westen Deutschlands betragen laut NGG bis zu 940 Euro im Monat. Die Gewerkschaft plant, den Streik bis Freitag fortzusetzen, sollte das Unternehmen kein Entgegenkommen signalisieren. Bei Bautzner Senf arbeiten 55 Beschäftigte. Bereits im Juni hatte es einen 24-stündigen Warnstreik in dem Betrieb gegeben.

Quelle: MDR

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