Streik bei Nordsee in Bremerhaven geht in zweite Woche

Der Ausstand der Mitarbeiter in Bremerhaven geht in die nächste Runde. Und die Geschäftsführung von Nordsee und die Gewerkschaft kommen weiter nicht zusammen.

Die Mitarbeiter der Fisch­restaurantkette Nordsee am Verwaltungssitz in Bremerhaven werden in der kommenden Woche ihren Streik fortsetzen. Sie kämpfen um den Verbleib der Verwaltung am Standort. Sollte es dennoch zu einem Umzug der ­Verwaltung kommen, geht es um einen ­Sozialtarifvertrag.

Täglich von acht bis zehn Uhr wollen die Mitarbeiter vor dem Nordsee-Gebäude im ­Fischereihafen von Bremerhaven streiken. Anschließend sind weitere Aktionen geplant. Am Montag geht es nach ­Bremen. wollen die Mitarbeit. Dort er dann zum Liebfrauenkirchhof ziehen. Dabei ­wollen sie an die Bremer Flugblätter verteilen und für Solidarität werben. Für Mittwoch ist eine Podiumsdiskussion geplant und am Freitag soll vor dem Verwaltungsgebäude eine Liveband auftreten. Außerdem werden die Mitarbeiter auf der Internetplattform Avaaz.org eine Petition für den Verbleib ihrer Verwaltung in Bremerhaven starten.

Die Gewerkschaft NGG hält sich bedeckt, inwiefern es bei diesem Dauerstreik in eine dritte Woche gehen soll. Nordsee hält im Gegensatz zur NGG die Verhandlung eines ­Sozialtarifvertrags für verfrüht, weil noch keine Entscheidung zum Standort gefallen sei. Laut Unternehmen hat die NGG das ­Angebot zu offenen Gesprächen ausgeschlagen. Die NGG hat wiederum die Geschäftsführung zur öffentlichen Diskussion am Mittwoch eingeladen, doch erhielt am Freitag eine Absage.

Ein hohes Maß an Sorgfalt

Die Tragweite der Entscheidung verlange ein hohes Maß an Sorgfalt, um alle ­Argumente und Optionen gewissenhaft abzuwägen, heißt es im Antwortschreiben an Gewerkschaftssekretär Moritz Steinberger. Und weiter: „Diesen Ansprüchen können wir aber nur im direkten Austausch mit Ihnen als ­Tarifpartnern genügen. Eine öffentliche ­Debatte ist nicht dafür geeignet, interne ­entscheidungsrelevante Informationen zu ­besprechen.“

Die Mitarbeiter waren in dieser Woche zum Dauerstreik angetreten nach einer Urab­stimmung. 82 Prozent der abstimmenden NGG-Mitglieder sprachen sich für die Ausweitung des Arbeitskampfes aus.

Quelle: Weser Kurier

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