Arbeitskampf bei IDT Biologika

Die Mitarbeiter der IDT Biologika haben am Mittwoch für die Angleichung ihrer Löhne an den Flächentarif Chemische Industrie demonstriert. Dazu hatte die Gewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG-BCE) aufgerufen.

Die 1.500 Beschäftigten werden laut IG-BCE seit einigen Jahren unter Tarif bezahlt. Angesichts der Millionenunterstützung des Bundes für die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes sei es an der Zeit, die Löhne anzupassen, sagte die IG-BCE-Bezirksleiterin Sylke Teichfuß. Das Unternehmen habe die für dieses Jahr vereinbarten Tarifverhandlungen jedoch blockiert – mit dem Hinweis auf die angespannte Finanzlage.

Aktuell würde die Belegschaft fünf Prozent weniger Entgelt erhalten, nur das halbe Urlaubsgeld und weniger Weihnachtsgeld, als es im Flächentarif vorgesehen ist.

Ende 2018 hatte die IG-BCE mit der IDT einen langfristigen Tarifvertrag ausgehandelt. 2023 sollten danach laut Teichfuß für die Beschäftigten die Bedingungen des Flächentarifs gelten. Ab 2020 sollten dazu jährlich Ausgleichsverhandlungen stattfinden. IDT habe sich daran nicht gehalten.

Dagegen richte sich der Protest. Dabei betonte Teichfuß, dass es sich entgegen anderslautender Medienberichte nicht um einen Streik handle, sondern um eine Tarifaktion. „Die Produktion ruht nicht, das ist nicht unser Ziel. Das Unternehmen soll mit dem Impfstoff vorankommen.“ Stattdessen würden Unterschriften unter den Mitarbeitern gesammelt.

Die IG-BCE ist eigenen Angaben zufolge seit kurz vor 5 Uhr mit einem Stand am IDT-Standort Rodleben präsent. Geplant sei, so Teichfuß, erst gegen 22.15 Uhr mit Beginn der neuen Nachtschicht abzubauen.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

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