IG Metall erkämpft Erhalt von 45 Arbeitsplätzen bei Ormazabal

Einen wichtigen Verhandlungserfolg haben der Betriebsrat der Ormazabal Anlagentechnik GmbH und die IG Metall erzielt: Statt wie vom Unternehmen geplant neun bleiben 45 Arbeitsplätze am Standort Krefeld erhalten. Das teilte Gewerkschaftssekretärin Zanda Martens am Mittwoch mit.

Der unternehmerische Schwerpunkt des spanischen Familienbetriebs Ormazabal liegt auf ganzheitlichen und intelligenten Mittelspannungslösungen für das elektrische Energienetz. In Krefeld ist auch der Vertrieb für Deutschland und Europa ansässig.

Wie schon beschrieben, informierte Ormazabal Anlagentechnik Ende August die geschockte Belegschaft über ihre Entscheidung, das komplette Werk ins Ausland zu verlagern und in Krefeld nur noch neun von 154 Arbeitsplätzen im Wareneingang und im Lager, im Transport und in der Endprüfung übrig zu lassen.

Dass die Vorstellung des Arbeitgebers, nicht nur die Produktion, sondern auch den Service ins Ausland zu verlagern, weder praxisgeeignet noch kundentauglich sei, hätten die erfahrenen Betriebsräte sofort erkannt und Alarm geschlagen, erklärte Zanda Martens.

Zusammen mit Sachverständigen hätten die Betriebsräte dann ein Konzept und Vorschläge zur Beschäftigungssicherung erarbeitet. Die IG Metall habe zahlreiche Kunden von Ormazabal auf die Produktionsverlagerung hingewiesen und darum gebeten, keine Abstriche bei ihren hohen Ansprüchen an Service und Qualität hinzunehmen.

In der gestrigen Verhandlung konnten die Arbeitnehmervertreter einen weiteren Zwischenerfolg verzeichnen. „Weitere 23 Arbeitsplätze in Entwicklung, Service und Qualitätssicherung könnten dauerhaft bei der Vertriebsgesellschaft von Ormazabal in Krefeld bleiben. Sie werden in den nächsten Tagen ausgeschrieben und den entsprechend qualifizierten Beschäftigten angeboten“, berichtete Zanda Martens.

Als Ergebnis der Vorschläge und Verhandlungen blieben dann statt der anfangs angekündigten neun jetzt insgesamt 45 Industriearbeitsplätze in Krefeld bestehen. „Das sichert nicht nur die berufliche und finanzielle Zukunft der betroffenen Beschäftigten, sondern auch die realistische Chance, deutsche Kunden mit den hochkomplexen Anlagen auf dem schnell wachsenden Markt weiterhin zu überzeugen“, so die IG Metall. Die Gespräche werden fortgesetzt. Dann stehen die berufliche und die finanzielle Absicherung der weiteren Beschäftigten auf der Agenda.

Quelle: Rheinische Post

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