Streik in Frankfurt, Wiesbaden, Kassel: Am Wochenende stehen Bus und Bahn still

Die Gewerkschaft Verdi ruft ab zu neuen Streiks in Hessen auf. In mehreren Städten, darunter Frankfurt und Wiesbaden, fallen am Wochenende Bus und Bahn aus.

  • Die Gewerkschaft Verdi Hessen hat zu erneuten Warnstreiks im ÖPNV aufgerufen.
  • Am Freitag und Samstag wird im ÖPNV in Kassel, Marburg, Wiesbaden und Frankfurt gestreikt.
  • Auch am Sonntag kann es noch zu Verzögerungen und Ausfällen in Hessen kommen.

Update vom Freitag, 20.11.2020, 12.46 Uhr: Fahrgäste von Bussen und Bahnen in Hessen müssen sich am Wochenende auf gravierende Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) einstellen. Laut Angaben der Gewerkschaft Verdi wird das Fahrpersonal in mehreren hessischen Städten streiken.
Auch am Sonntag kann es zu Problemen bei Bus und Bahn in Hessen kommen

Betroffen sind hiervon die Städte Kassel (Bahnen und Busse), Marburg (Busse), Wiesbaden (Busse) sowie Frankfurt am Main (U-Bahnen und Straßenbahnen). In Wiesbaden standen die Busse des Verkehrsunternehmens ESWE bereits am Freitag (20.11.2020) still. Laut Verdi sollen die Streiks am Freitag und Samstag (21.11.2020) stattfinden.

Am Sonntag (22.11.2020) soll der Verkehrsbetrieb – mit eventuellen Verspätungen und Ausfällen am Morgen – wieder regulär aufgenommen werden. Die Streiks beginnen mit der jeweiligen Frühschicht und enden mit der Spätschicht. Mit dem Streik am Wochenende wolle man laut Verdi insbesondere auf den durch die Corona-Pandemie beeinträchtigten Schulbetrieb Rücksicht nehmen.
Streik bei Bus und Bahn in Hessen

Update vom Donnerstag, 19.11.2020, 07.45 Uhr: Ab dem heutigen Donnerstag streiken Mitarbeiter im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Hessen. Zunächst legen heute und morgen (20.11.2020) die Verwaltungen und die Werkstätten der Verkehrsunternehmen in Frankfurt, Wiesbaden und Kassel ihre Arbeit nieder. Am kommenden Samstag wollen die Fahrer von Bussen und Bahnen mit Beginn der Frühschicht streiken, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

Verdi bezeichnete die Tarifverhandlungen mit dem kommunalen Arbeitgeberverband Hessen (KAV) über einen „Spartentarifvertrag Nahverkehr“ als festgefahren. Beschäftigte im ÖPNV in Hessen erhielten im Schnitt rund 180 Euro pro Monat weniger Vergütung als ihre Kolleginnen und Kollegen in den umliegenden Bundesländern. „Es ist im Schnitt ein Euro weniger pro Stunde“, sagte Verdi-Landesfachbereichsleiter Mathias Venema. Das berichtet die Frankfurter Rundschau. Das Einstiegsgehalt für Busfahrer liege in Hessen bei 13,54 Euro.

Verdi: Nächste Verhandlungsrunde mit den kommunalen Arbeitgebern am 24. November

Im Tarifstreit liege ein Angebot der kommunalen Arbeitgeber vor, so Venema. Es sehe vor, das Gehalt für das Fahrpersonal um eine halbe Tarifstufe zu erhöhen. Wenn Verdi das Angebot annähme, würden die Unterschiede in den Tarifen zwischen Hessen und den anderen Bundesländern für drei Jahre zementiert. Die nächste Verhandlungsrunde für die rund 4500 Beschäftigten sollen am 24. November folgen. Verdi verlangt neben mehr Geld auch eine Covid-Prämie. Sollte bei den Verhandlungen kein besseres Angebot vorliegen, behalte sich Verdi vor, auch an den Adventssamstagen zu Warnstreiks aufzurufen, wie die Frankfurter Rundschau berichtet.

Update vom Mittwoch, 18.11.2020, 16.38 Uhr: Wegen der angekündigten Warnstreiks des ÖPNV in Frankfurt ab Donnerstag (19.11.2020) empfehlen die städtischen Verkehrsgesellschaften traffiQ und VGF allen Fahrgästen, sich erst kurz vor Fahrtbeginn über mögliche Einschränkungen und Verspätungen zu informieren. Das teilt die Stadt Frankfurt am Mittwoch (18.11.2020) mit.

„U-Bahnen bilden das Rückgrat des städtischen Nahverkehrsnetzes, ihr Ausfall durch den Warnstreik wird viele Fahrgäste schmerzhaft treffen“, heißt es vonseiten der Stadt Frankfurt. Da S-Bahnen, Regionalzüge und Buslinien allerdings weiterhin planmäßig fahren, können diese jedoch als Alternative genutzt werden, heißt es weiter.

Warnstreik in Frankfurt: Ab Samstag stehen alle U-Bahnen und Straßenbahnen still

Für Donnerstag und Freitag (20.11.2020) rechnet die Stadt Frankfurt mit geringen Auswirkungen, da an diesen Tagen zunächst nur Verwaltung und Werkstätten bestreikt werden. Am Samstag (21.11.2020) werden dann ab 3 Uhr für 24 Stunden alle U-Bahn-Linien, sowie alle Straßenbahnlinien von den Warnstreiks betroffen sein, teilt die Stadt mit. Die Gewerkschaft Verdi Hessen will mit den Warnstreiks Druck ausüben und fordert für die rund 4500 Beschäftigten im ÖPNV mehr Lohn sowie eine Corona-Prämie.

Quelle: FNP

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