IG Metall ruft im Sundwiger Messingwerk zum Warnstreik auf

Die IG Metall hat beim Sundwiger Messingwerk in Hemer heute Mittag zum Warnstreik aufgerufen. Die rund 300 Mitarbeiter fürchten um ihren Arbeitsplatz. Denn der neue Eigentümer, die Deutsche Invest Mittelstand, will sich nicht mehr an neu ausgehandelte Tarifverträge binden, teilte die IG Metall mit.

Ein vereinbartes Gespräch zwischen Gewerkschaft und Unternehmensführung sei nicht zufriedenstellend verlaufen, teilte Torsten Kasubke mit. Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall im Märkischen Kreis ist besorgt und wütend:

Gespräche gescheitert

„Wir lassen es nicht zu, dass die Corona-Pandemie ausgenutzt wird, um kurzerhand schlechte Arbeitsbedingungen zum Standard zu machen. Das passiert nämlich, wenn Tarifverträge nicht mehr gelten.“

Demonstrationszug durch die Innenstadt

Die Beschäftigten werden gegen Mittag vom Werk einen Demonstrationszug zum Neuen Markt starten. Die Kundgebung findet unter Einhaltung der Corona-Vorschriften statt und sei von der Polizei genehmigt, erklärte die IG Metall.

Die Deutsche Invest Mittelstand hatte den Hemeraner Traditionsbetrieb im vergangenen Jahr übernommen. Die Beteiligungsgesellschaft legt den Fokus auf kleine und mittelständische Unternehmen wie die Sundwiger Messingwerke.

Sie gehören nach eigenen Angaben zu Deutschlands führenden Herstellern von Drähten und Bändern aus Messing. Diese werden unter anderem bei der Produktion von Computern und in der Fahrzeugelektronik verwendet.

Quelle: WDR

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