Verdi kündigt Streikaktionen im Handel für Mai an

Die Gewerkschaft Verdi zeigt sich kurz vor Beginn der Tarifverhandlungen im Handel kampfbereit. Ab Mitte Mai werde es zu Streik-Aktionen im Handel kommen, teilte die Gewerkschaft in Nürnberg mit.

Die Aktionsbereitschaft bei den Kolleginnen und Kollegen im Einzel- und im Großhandel sei sehr hoch, sagte Gewerkschaftssekretärin Jaana Hampel in Nürnberg dem Bayerischen Rundfunk. Das habe eine Umfrage der Gewerkschaft bei fast 6.000 Beschäftigten im Einzel- und Versand- sowie im Groß- und Außenhandel ergeben.

Angst vor Altersarmut und kaum Geld für Lebensunterhalt

Rund 80 Prozent der Befragten gab an, dass sie die Rente aus ihrem Gehalt voraussichtlich nicht vor Altersarmut schützen werde. Mehr als die Hälfte der Befragten sagte zudem, dass sie Probleme hätten, mit ihrem derzeitigen Gehalt ihren Lebensunterhalt inklusive sporadischer Anschaffungen zu decken.

Forderung: höhere Löhne und rentenfestes Mindesteinkommen

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten im Handel in Bayern eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 4,5 Prozent plus 45 Euro pro Monat. Zudem soll erreicht werden, dass die Löhne in den unteren Beschäftigtengruppen auf ein rentenfestes Mindesteinkommen von 12,50 Euro in der Stunde steigen, sagte Hampel.

Weiterhin werde auch der Umgang mit Krisenunternehmen eine Rolle in den Verhandlungen spielen. Der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung, den es seit einigen Jahren gibt, biete dabei eine gute Grundlage zu differenzierten Lösungen für Unternehmen in Krisenlagen, sagte Hampel.

Tarifverhandlungen beginnen im Mai

In den nächsten Tagen sollen die Auftaktveranstaltungen in den einzelnen Regionen stattfinden. Die Tarifverhandlungen beginnen dann Anfang Mai. Diese können nach Aussagen der Gewerkschaft voraussichtlich ab Mitte des Monats von Arbeitskampfmaßnahmen begleitet werden.

Quelle: Bayerischer Rundfunk

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