Italien: Arbeiter:innen gegen den „Grünen Pass“

„No Green-Pass, no Discrimination“ hieß die Parole in vielen Städten Italiens. Der sogenannte „Grüne Pass“ ist ein Dokument, mit dem eine Corona-Impfung, Genesung oder ein Test nachgewiesen wird. Nach seiner Einführung gab es heftigen Widerstand, in Rom insbesondere von rechten Gruppen.

In den Hafenstädten Triest und Genua waren es jedoch die Arbeiter:innen, die mit Blockaden gegen die Angriffe des italienischen Staates kämpften und sich gegen eine nachteilige Behandlung von Nicht-Geimpften wandten.

Gerade Arbeiter:innen sind auch die Leidtragenden dieses neuen Passes. Um zu arbeiten muss er vorgezeigt werden, sonst drohen bis zu 1.500 Euro Strafe. Wer nicht arbeiten geht, weil keines der 3 „G“s nachgewiesen werden kann, verliert zwar nicht den Arbeitsplatz, bleibt aber unbezahlt.

Die Kosten für Corona-Tests müssen die Arbeiter:innen selbst tragen, wobei in Italien (je nach Region) Antigen-Schnelltests zwischen 20 Euro und 50 Euro, PCR-Tests zwischen 50 Euro und 120 Euro kosten. Diese gelten dann 48 bzw. 72 Stunden, bevor sie erneut durchgeführt werden müssen.

Während Kapitalverbände sich begeistert vom „Grünen Pass“ zeigten, protestierten tausende Hafenarbeiter:innen gegen diese Politik im Interesse der Konzerne. Sie blockierten die Häfen in Triest und Genua, bis die Polizei sie mit Wasserwerfern gewaltsam räumte.

Quelle: Perspektive Online

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