Seit mehreren Tagen wird die kurdische Selbstverwaltung in Nordsyrien/Rojava durch die Kräfte der syrischen Übergangsregierung (HTS) und mit Unterstützung der Türkei angegriffen. Die kurdische Befreiungsbewegung hat in Rojava nicht nur erfolgreich den Kampf für die Selbstbestimmung der kurdischen Nation geführt, sondern auch ganz konkret aufgezeigt, dass der Kapitalismus und seine tägliche Ausbeutung nicht das Ende der Geschichte sind. Mit der Rojava-Revolution wurde gezeigt, dass Revolution kein Luftschloss ist, sondern ein realer und greifbarer Prozess der heutzutage nicht nur notwendig, sondern auch möglich ist, sogar unter Bedingungen des Bürgerkriegs und des islamistischen Terrors. Besonders bedeutend ist dabei die Rolle der Frauen welche sich eigenständig organisieren und umfassende Rechte erringen konnten im Kampf um die Frauenrevolution.
Deutschland schießt mit
Genau die gleichen Islamisten, vor denen deutsche Politik und Medien immer Angst machen und mit deren Bild Millionen von Migrant:innen in Deutschland stigmatisiert werden unterstützt die deutsche Regierung in Syrien. Sie verfolgt dabei einerseits das Interesse, die Region weiter zu destabilisieren und den Einfluss der westlichen Mächte im Nahen Osten zu stärken. Andererseits will sie auch ganz konkret wieder nach Syrien abschieben. Das heißt es geht nicht nur um die Menschen in Syrien, sondern auch um unsere Arbeitskolleg:innen und Freund:innen mit syrischem Pass hier in Deutschland.
Auf der Straße, im Betrieb: Widerstand ist notwendig!
Als klassenkämpferische Arbeiter:innen ist es nicht nur wichtig Internationalismus auf die Straße zu tragen, sondern den Widerstand auch in die Köpfe und Herzen unserer Klassengeschwister, das heißt unserer Arbeitskolleg:innen oder Mitschüler:innen der Berufsschule zu tragen. Der Ort dafür sind unsere Betriebe und Berufsschulen. Nutzen wir den Schichtwechsel, die Pause oder das Feierabendbier um unseren Kolleg:innen zu erzählen, was in den deutschen Medien verschwiegen wird und mit ihnen zu diskutieren, dass auch wir hier in Deutschland konkret einen Beitrag leisten können. Wir können die Mittäterschaft der deutschen Regierung und Konzerne entlarven welche mit der syrischen Übergangsregierung und dem Erdogan-Regime in der Türkei kooperieren.





