Die Beschäftigten im Öffentlichen Nahverkehr sind im Rahmen der laufenden Tarifrunde zum Warnstreik aufgerufen. Ihre Forderungen für ein besseres Gehalt, bessere Arbeitszeiten und bessere Arbeitsbedingungen sind wichtig und wir stellen uns dahinter.
„Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will!“ dieser historische Ausdruck auf der Arbeiter:innenbewegung zeigt auf, welche Macht wir als Arbeiter:innen haben können und welchen Druck die Beschäftigen im Nahverkehr ausüben können.
Gleichzeitig zeigt sich heute klarer denn je: Die Kämpfe dürfen nicht bei der Forderung nach höheren Löhnen stehenbleiben. Benennen wir ebenso klar wie deutlich, warum die Kapitalseite uns schlechte Angebote vorlegt: Sie benötigt das Geld für Kriegsvorbereitungen und Militarisierung.
Gerade im ÖPNV sind wir inzwischen täglich mit Bundeswehrwerbung und Kriegspropaganda konfrontiert, egal ob auf den Trams, auf den Bildschirmen in Bus und Bahn oder in den Werbekästen an den Haltestellen. Die deutsche Politik rüstet in Zeiten von Donald Trump, dem anhaltenden Krieg in der Ukraine und den Kriegen in Westasien mit tatkräftiger Unterstützung der deutschen Unternehmen auf.
Wir Beschäftigte sollen dafür den Gürtel enger schnallen? Das lassen wir uns nicht gefallen! Die Arbeiter:innen in den Bereichen, die tatsächlich wichtig sind für die Gesellschaft, verdienen höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.
Kämpfen für höhere Löhne heißt kämpfen gegen die Kriegstreiber!
Besinnen wir uns in diesen kriegerischen Zeiten von Militarisierung auf die traditionellen Forderungen der Arbeiter:innenbewegung in Sachen Krieg und Kriegswirtschaft, anstatt blind hinter der Unions- und SPD-geführten Bundesregierung und deren Kriegspolitik herzutrotten.
- Mehr Lohn, kürzere Arbeitszeiten und mehr Personal!
- Kampf gegen die Aufweichung des 8h Tags!Verbot der Werbung für Kriege, die Bundeswehr und Rüstungskonzerne (auch in Trams, -Bahnhöfen und -Haltestellen)!
- Arbeiter:innen schießen nicht auf Arbeiter:innen!
Schuld für die Streiks sind die Kapitalist:innen und nicht die Arbeiter:innen
Typisch für Streiks bei Bus und Bahn ist ein großer Unmut, wenn man man nicht zur Arbeit, Uni oder Schule kommt. Das ist auch erstmal verständlich. Dieser Unmut darf sich jedoch nicht gegen die Beschäftigten richten, die für ihre Berechtigten Interessen einstehen, sondern gegen die Kapitalist:innen, die durch ihre Blockadehaltung schlechte Löhne und Arbeitsbedingungen beibehalten wollen. Was wir brauchen ist Solidarität, denn morgen schon sind es unsere Gehälter und Arbeitsbedingungen, die sich verschlechtern werden und auch wir freuen uns über Solidarität wenn wir in der Schule, Uni oder im Betrieb streiken!
Diskutiert darüber in der Nachbarschaft, in der Schule, in der Uni und im Betrieb und lasst uns ein Narrativ setzen, dass sich solidarisch hinter die Beschäftigten stellt. Unterstützt die Streikenden an den Streikposten und den Demonstrationen!





