Vom Baskenland bis nach Griechenland, von Deutschland über Frankreich, Marokko, Italien und die Türkei bis hin zu den USA und Kolumbien erheben Hafenarbeiter:innen heute gemeinsam ihre Stimmen, protestieren und legen die Arbeit nieder. Sie setzen ein unübersehbares Zeichen: Unsere Häfen sind keine Drehscheiben für Krieg, Aufrüstung und Zerstörung.
Was heute geschieht, ist mehr als ein symbolischer Protest – es ist ein internationaler Schulterschluss gegen Militarisierung, Ausbeutung und soziale Angriffe. Gewerkschaften wie Enedep (Griechenland), LAB (Baskenland), Liman-Is (Türkei), ODT (Marokko) und USB (Italien) organisieren in 21 Häfen Streiks und Demonstrationen. Sie kämpfen für Häfen als Orte des Friedens – gegen die Aufrüstungspläne der EU und gegen eine Politik, die Profite über Menschenleben stellt.
Doch dieser Kampf ist auch ein sozialer Kampf. Während Milliarden in Waffen fließen, werden Löhne gedrückt, und Arbeits- sowie Gesundheitsschutz untergraben. Hafenprivatisierungen und Automatisierung werden genutzt, um Arbeitsbedingungen zu verschlechtern und Beschäftigte gegeneinander auszuspielen. Dagegen stellen sich die Kolleg:innen heute entschlossen.
Die Forderung ist klar: Keine Beteiligung an Kriegen – weder direkt noch über die Lieferung von Waffen. Kriege werden eben nicht nur an Frontlinien geführt, sondern auch im Hinterland. Dort werden durch die notwendige Logistik und Kampfmittel erst möglich gemacht. Deshalb gilt auch: Wer die Häfen kontrolliert, kann Kriegsmaschinerien stoppen. Deshalb fordern die streikenden Arbeiter:innen auch ein Handelsembargo gegen Israel, um das fortgesetzte Töten in Palästina zu beenden.
Als Betriebskampf begrüßen wir diesen internationalen Zusammenschluss ausdrücklich. Der heutige Tag zeigt, was möglich ist, wenn Arbeiter:innen Grenzen überwinden und gemeinsam handeln. Internationale Solidarität ist keine Parole – sie ist unsere stärkste Waffe gegen Krieg, Sozialabbau und Unterdrückung.





