Gegen rassistische Hetze und islamischen Fundamentalismus!
Am Donnerstagmorgen fand in München, wie an vielen anderen Orten in Deutschland eine Streikkundgebung im Rahmen der Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst statt. Die kämpferische Aktion wurde jedoch abrupt unterbrochen. Ein Auto raste in die Versammlung und verletzte dabei knapp 30 Personen.
Bisher gibt es zum Glück keine Toten, unsere Gedanken sind dennoch bei unseren verletzten Kolleg:innen! Sie standen auf der Straße um als Gewerkschafter:innen für ihre Rechte einzustehen, für bessere Arbeitsbedingungen, für ihre Interessen als Arbeiter:innen.
Augenzeugen und Polizei berichten von einer gezielten Attacke. Als Täter wurde ein 24-jähriger Mann festgenommen. Nach SPIEGEL-Informationen soll er vor der Tat mutmaßlich islamistische Posts abgesetzt haben.
Ob der Mann aus gewerkschaftsfeindlichen, islamisch-fundamentalistischen oder anderen Motiven gehandelt hat – für uns ist klar, dass es heute heißt als Arbeiter:innen zusammenzustehen. Zusammenzustehen mit unseren Genesungswünschen an die Verletzten. Aber auch zusammenzustehen gegen all diejenigen die uns spalten wollen.
Denn Medien und Politik überschlagen sich bereits mit ihrer rassistischen Hetze. Die afghanische Herkunft des Fahrers wird in den Mittelpunkt gestellt. Dabei sind die Hautfarbe oder Herkunft eines Täters nicht das Entscheidende, sondern die Frage welche Ideen er vertritt.
Der islamische Fundamentalismus ist eine extrem arbeiter:innenfeindliche Ideologie, welcher die Klassenversöhnung predigt und den Klassenkampf durch religiöse Mystik verschleiert. Gewerkschafter:innen stehen weltweit gegen diese Strömung auf, wie etwa die kämpfenden Arbeiter:innen im Iran. Der islamische Fundamentalismus spaltet unsere Klasse und muss entsprechend konsequent bekämpft werden. Ob die Opfer aktive Gewerkschafter:innen bei einer Streikkundgebung oder andere Arbeiter:innen etwa auf einem Fest sind.
Genauso konsequent stellen wir uns als Gewerkschafter:innen gegen die Spaltungsversuche der Rechten, welche versuchen Migrant:innen für „Unsicherheit“ verantwortlich zu machen. Das dient vor allem einen: den Bossen, die von unserer Spaltung profitieren und ein System aufrechterhalten, welches Unsicherheit durch Kriege, Krisen, Jobabbau, patriarchale Gewalt jeden Tag aufs Neue Produziert.
Unsere Antwort muss es also heute sein, uns gegen die rassistische Hetze ebenso wie islamischen Fundamentalismus zu stellen und solidarisch an der Seite mit den Betroffenen von Gewalttaten zu stehen unabhängig von der Herkunft der Täter oder der Opfer!