Damit Deutschland wieder Krieg führen kann, werden Milliardenbeträge in Aufrüstung gesteckt und gleichzeitig fleißig am Sozialstaat sowie den Arbeitsrechten gekürzt. Für uns Azubis bedeutet das eine Zuspitzung der sowieso schon prekären Lebensbedingungen:
Stetig steigende Lebenskosten bei niedrigem Ausbildungsgehalt, Abhängigkeit von Familie oder Nebenjobs, regelmäßige Überstunden, schlechte Übernahmechancen, usw. Hinzu kommen nun die Pläne von der Abschaffung des 8 Stunden Tages, der Erhöhung des Rentenalters, unbezahlten Krankheitstagen und höheren Kosten der Krankenversicherungen bei immer weniger Leistungen.
Als Alternative dazu versuchen die Herrschenden uns Jugendliche mit scheinbar attraktiven Angeboten, wie der Finanzierung des Führerscheins und deutlich höherem Lohn verglichen zum durchschnittlichen Azubigehalt, zum Sterben in der Bundeswehr zu begeistern. Letztendlich schenken sie uns dann noch die Wehrpflicht, sollte sich auf diese Weise nicht genug Kanonenfutter finden.
Kurzgesagt: Entweder für ihre Kriege an der Front verrecken, oder bis zum Tod unter zunehmend schlechteren Bedingungen arbeiten und ausgebeutet werden.
Militarisierung unserer Arbeitsplätze
Zusätzlich zu dem massiven Sozialabbau werden unsere Arbeitsplätze für den Krieg vorbereitet. Metall- und Maschinenbau stellen zunehmend auf Rüstungsproduktion um, Krankenhäuser werden darauf vorbereitet 1000 verwundete Soldat:innen pro Tag aufzunehmen, zivile Infrastrukturen schließen Verträge mit der Bundeswehr um Militärkonvois zu transportieren und die Versorgung zu gewährleisten. Immer wieder organisiert die Bundeswehr zusammen mit verschiedenen Unternehmen Schulungen oder Kriegsspiele wie „Red Storm Bravo“.
Gewerkschaften und Kriegstreiber Hand in Hand
Der DGB, der sich gerne als vermeintlich kämpferischer Vertreter unserer Interessen inszeniert, hat grundsätzlich keine Probleme mit diesen Militarisierungsplänen. Traditionell wird die Staatsräson getragen und ihre Krise auf unserem Rücken abgewälzt. Neben liebevoller Kritik gegen das Ausmaß der Sozialkürzungen geht es ihm momentan hauptsächlich darum in Kooperation mit Unternehmen und Politik Arbeitsplätze zu sichern, um uns so die Militarisierung schmackhaft zu machen. So schrieb die IG Metall 2024 schon in einem Strategiepapier, dass sie sich künftig für die Sicherung von Arbeitsplätzen zum Ausbau der Kriegsindustrie einsetzen will.
Wenn wir dann streiken, verhandeln sie für uns Nullrunden oder minimale Lohnerhöhungen, welche nicht mal die Inflation ausgleichen, also Reallohnsenkungen. Die Gewerkschaften sind damit lediglich Vermittler, die unseren Widerstand abfedern und uns hinter die kriegstreiberischen Interessen der deutschen Unternehmen einspannen sollen.
Krieg dem Krieg und der Jugend eine Zukunft!
Die Herrschenden sind dabei unsere Zukunft für ihre Kriege zu verbrennen – „whatever it takes“ wie es Merz selbst sagt. Unsere Antwort darauf muss der organisierte Widerstand sein. Organisieren wir uns in unseren Betrieben und Berufsschulen und kämpfen für unsere Zukunft! Lasst uns gemeinsam mit den Schüler:innen am 08.05 gegen ihre Kriegspläne streiken.
Gegen Krieg, Aufrüstung und Sozialabbau – Azubis heraus zum Schulstreik!





